Infos

  • Moniliafruchtfäule an Obstbäumen

    Hallo Gartenfreunde!


    Wenn Äpfel am Baum faulen, sind sie vermutlich mit dem Monilia-Pilz befallen.


    Erkennbar ist der Pilz an den kreisrunden, weißlichen Sporenpostern um die Eintrittspforte.


    Es ist deshalb äußerst wichtig, alle Fruchtmumien, die am Baum hängen bleiben, ebenso wie befallenes Fallobst, zu entfernen und zu vernichten! Befallene Früchte keinesfalls in den Kompost geben, sondern in die Restmülltonne!


    Vorbeugend hilft auch hier das Auslichten der Baumkronen, um eine gute Belüftung und schnelles Abtrocknen der Früchte und Blätter zu ermöglichen.


    Denkt bitte daran, dass der Pilz sich auch unter optimalen Lagerbedingungen ausbreiten und die sogenannte Schwarzfäule hervorrufen kann.


    Hier hilft es nur, die gelagerten Äpfel regelmäßig zu kontrollieren und die befallenen in die Restmülltonne zu geben.

  • Erdbeeren

    Hallo Gartenfreunde!


    Sobald die Pflanzen vollständig abgeerntet sind, sollte man um Mehltau, Rotfleckenkrankheit und andere Blattkrankheiten zu verhindern, spätestens ab Ende Juli alle Blätter abschneiden. Dadurch verhindert man, dass die Krankheiten von den alten Blättern auf die jungen übertragen werden.


    Wichtig dabei ist darauf zu achten, das Herz der Pflanze nicht zu verletzen!


    Da die Erdbeeren jetzt bereits die Blüten für die nächste Saison anlegen und die Blätter und Wurzeln nochmal enorm wachsen, sollte man die Düngung nicht vergessen.


    Den Boden nach der Ernte mit der Grabgabel auflockern (nicht hacken, da Flachwurzler) und den Kompost oder Dünger um die Pflanze verteilen.


    Da Erdbeeren nur alle 2-3 Jahre viele und große Früchte tragen, ist die beste Zeit für eine Neuanlage Ende Juli / Anfang August. Dazu kann man die eigenen, stärksten Ausläufer nehmen. Alle anderen werden weggeschnitten, da sie der Pflanze nur Kraft kosten.


    Erdbeeren sollten frühestens nach 4-5 Jahren wieder auf derselben Fläche wachsen!

  • Alternanz bei Äpfel und Birnen

    Alternanz bei Äpfel und Birnen

    Hallo Gartenfreunde !


    Jeder kennt ihn, den Wechsel zwischen fruchtbaren Jahren, in denen man nicht weiß wohin mit den Massen von Äpfeln und Birnen; und den mageren, wo es gerade für einen Kuchen reicht.


    Diesen Wechsel nennt man Alternanz.


    Sie entsteht vor allem bei Kernobst und liegt an der Konkurrenz zwischen Blüten und Früchten des vergangenen Jahres.

    In der Zeit, wo die Früchte besonders stark wachsen, entsteht auch die Blütenbildung für das nächste Jahr (Ende Juni bis Ende Juli). Der Baum hat aber nicht die Energie um alle zu versorgen, also muß er sich entscheiden:  entweder junge Früchte abzuwerfen, oder im nächsten Jahr weniger Blüten zu bilden (aus denen dann auch weniger Früchte reifen).

    Im Jahr darauf fallen Blüten und Ernte wieder üppiger aus, weil kein Nährstoffkampf stattfand.

    Die Alternanz kann man schwächen, in dem man den Baum einem Sommerschnitt unterzieht. Dadurch wird die Bildung von jungem Fruchtholz gefördert.

    Außerdem sollten überzählige Früchte im Juni abgepflückt werden.

    Je nach Sorte schwankt die Alternanz. Es gibt allerdings auch Sorten, bei denen sich die Alternanz kaum bemerkbar macht. Beim Apfel z.B. “James Grieve“ oder “Piros“.



  • Ringelblume

    Hallo Gartenfreunde !

    Die Ringelblume ist eine wichtige Blume der Biogärtner. Ihre gelben und orangenen Blüten leuchten fast das ganze Gartenjahr hindurch.

    Warum nicht mit ihr die Gemüsebeete aufmischen ?

    Sie locken Bienen, Schwebefliegen und andere Bestäuber zu Tomaten, Kürbis, Erdbeeren etc. hin.

    Ringelblumen-Wurzeln geben Stoffe in den Boden ab, die ihn gesund und fruchtbar halten. 

    Vor allem lieben Beerensträucher und Apfelbäume es, wenn sich die Blume zu ihren Füßen ausbreitet.

    Ringelblumen sind robust, pflegeleicht und säen sich selbst gerne aus.

    Sie sind zum Mulchen und Jauchen bestens geeignet und halten sich als schmucke Blume auch noch lange in der Vase.

    Ihre Blüten, zur Mittagszeit geerntet und frisch aufgebrüht, beruhigen Magen und Darm.

    Zu einer Salbe verarbeitet fördern sie die Wundheilung.



  • Blattkohl

    Blattkohl

    Die vitaminreichen Blattkohlarten kommen wieder in Mode. Sie sind sehr robust, pflegeleicht und in wenigen Wochen erntereif.

    Sie gehören alle zu den Kreuzblütlern. Früher hatte jede Region ihre eigene spezielle Sorte.

    Stielmus / Rübstiel


    Stielmus ist ein Abkömmling der wilden Rüben, hat stark gefiederte Blätter und wird wie Spinat oder Mangold verarbeitet. Bekannteste Sorte ist “Namenia“. Sie wird eng gesät, damit sich zarte, lange Stängel bilden.

    Aussaat im Frühjahr (März/April) oder Herbst (Sep). Ernte nach ca. 6 Wochen.


    Rauke / Rucola

    In der Küche verwendet man die Blätter, bevor die Blütenstängel erscheinen, als Salat.

    Je nach Sorte enthalten sie mehr oder weniger Senföle und sind dementsprechend mehr oder weniger scharf.

    Aussaat ab März (Frühbeet) bis September. Ernte nach 4-6 Wochen.


    Stängelkohl / Sprossen-Brokkoli

    Auch als Cime di Rapa (aus Italien) bekannt. Man verwendet die zarten Triebe und ungeöffnete Knospen. Sie sind angenehm mild im Geschmack. Werden sie älter, wird der Kohlgeschmack intensiver und schärfer. Deshalb lieber zu früh als zu spät ernten.

    Aussaat ab Ende März (Frühbeet), ab Mai bis Herbst ins Freie. Ernte nach ca. 8 Wochen.


  • Feuerwanzen

    Feuerwanzen

    Hallo Gartenfreunde !

    Jetzt sieht man sie wieder häufiger - diese rot-schwarz gefleckten Käfer.

    Es handelt sich hier um Feuerwanzen: Diese etwa 1 cm großen Tiere überwintern im Bodenstreu und lassen sich dann im Frühjahr, angelockt von der Sonne, an Stämmen und Wurzelballen nieder.

    Die Wanzen schädigen die Pflanze nicht, da sie nur die am Boden liegenden Samen der Gehölze oder andere bodennah lebende Insekten mit ihrem Mundstachel aussaugen.

    Die Weibchen legen im zeitigen Frühjahr Eier in den Boden, aus denen bald die Larven schlüpfen, die sich durch ihre einheitlich rot gefärbten Hinterleiber von den Erwachsenen gut unterscheiden lassen.

    Feuerwanzen sind keine Schädlinge !


  • Förderung des Bodenlebens

    Förderung des Bodenlebens

    Hallo Gartenfreunde !

    Der Boden ist einer der organismenreichsten Lebensräume der gesamten Biosphäre.

    Um sich eine ungefähre Vorstellung über die Anzahl der Bodenlebewesen zu machen:  


    1 Liter Ackerboden enthält durchschnittlich ca.:

    50.000 Fadenwürmer

         200 Springschwänzchen

         150 Milben

           14 Insekten/Insektenlarven

             7 Tausendfüßler/Hundertfüßer

             2 Regenwürmer


    1 Fingerhut voll Boden enthält durchschnittlich ca.:

    600.000 Bakterien

    400.000 Pilze

    100.000 Algen

        1.000 Einzeller


    Deshalb sollte der Boden sorgsam und schonend behandelt werden.

    - Feuchten Boden möglichst nicht betreten oder sonst belasten.

    - Zur Lockerung des Bodens sollte man eine Grabgabel, Sauzahn oder ähnliches     

      benutzen. Anschließend mit der Harke/Gartenrechen zerkleinern und ebnen und in der

      Folge regelmäßig mit dem Dreizack/Grubber auflockern.

    - Um die natürlichen Bodenschichten zu erhalten, sollte nach Möglichkeit auf das 

      Umgraben verzichtet werden !

    - Bodenorganismen haben ganz unterschiedliche Ansprüche an Luft, Licht und Wärme  

    - und besiedeln daher unterschiedliche Bodenschichten. 

      Diese durch Umgraben durcheinander zu wirbeln, ist nicht wirklich sinnvoll.


    P.S.: Schnecken legen am liebsten ihre Eier in den Bodenritzen die beim Umgraben entstehen !


  • Beipflanzung

    Beipflanzung

    Hallo Gartenfreunde !

    Sicherlich habt Ihr alle schon gehört, daß Beipflanzungen eine positive Wirkung auf unsere Pflanzen haben können. Außerdem können sie so manch eintöniges Beet verschönern und dienen auch zur Nützlingsförderung (Bienen, Hummeln etc.).

    Da nicht jeder weiß welche Beipflanzung welche Pflanze unterstützen kann, habe ich Euch einige Beispiele aufgelistet.


  • Kirschlorbeer ... beliebt / bekämpft

    Hallo Gartenfreunde !

    Die Pflanze, die in aller Munde nur „Kirschlorbeer“ genannt wird, heißt 

    fachtechnisch richtig „Lorbeerkirsche“ (Prunus laurocerasus) und ist mit der 

    Kirsche, nicht mit dem Echten Lorbeer (Laurus nobilis) verwandt; ähnelt diesem 

    aber in Blattform und –farbe.

    Der Name „Kirschlorbeer“ war wohl für den europäischen Markt gängiger 

    (Kirschen sind halt geläufiger als Lorbeer) , und so findet man diese Pflanze seit 

    Jahren im Sortiment jedes Garten- und Baumarktes sowie bei den Discountern im 

    Angebot; mit den vermeintlich unschlagbaren Vorteilen wie: „billig, schnell 

    wachsend, immergrün“.

    Dies ist die eine Seite der Medaille ...

    Die andere Seite:

    Diese Pflanze hat natürliche Vorkommen nur in Kleinasien und gilt bei uns als 

    „invasiver Neophyt“, ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher für unsere 

    heimische Flora (Insekten und Vögel) nur mäßig interessant. Auch für uns 

    Kleingärtner wichtig zu wissen:  Die Blätter haben einen hohen Blausäureanteil 

    (Kompostierung sehr schlecht) und zerkaut man den Kern der runden Beeren, so 

    führt dies (aufgrund der Umwandlung zu Blausäure im Magen) zu erheblichen 

    Beschwerden, die bei größerer Menge auch tödlich enden können.

    Weiteres Problem ist die rasche Verbreitung durch Selbstaussaat oder auch 

    Vögel, die die Beerenkerne ausscheiden und die Unterdrückung einheimischer 

    Pflanzen durch den starken Wuchs.

    Im Kleingarten auch ein Problem wenn man den Kirschorbeer nicht ständig 

    zurückschneidet. Er wächst mächtig in die Breite wie Höhe.

    Die Kleingartenordnung Neuss schränkt die Verwendung von „Kirschlorbeer“ 

    bereits jetzt stark ein. Ein generelles Verbot sollte nicht lange auf sich warten 

    lassen, da bereits in der Schweiz zum 01.09.2024 der Handel mit „Kirschlorbeer“ 

    gesetzlich verboten ist.

    Hinweis:  Seit geraumer Zeit werden „Kirschlorbeerhecken“ bei Pächterwechsel in

    der Wertermittlung mit einem hohen Abzug bewertet, d.h. sind zu entfernen.

    Warum also nicht gleich darauf verzichten und wertigere Pflanzen für 

    Mischhecken, wie Berberitze, Hartriegel, Liguster etc. verwenden ?!