Infos

  • Kulturheidelbeeren

    Hallo Gartenfreunde !

    Die pflegeleichten Sträucher, mit ihren leckeren, großen und gesunden Beeren, sollten in keinem Garten fehlen.

    Sie wachsen auch hervorragend in Töpfen und Kübeln !

    Leider stelle ich immer wieder fest, daß sie im falschen Boden wachsen und dadurch eher kümmerlich aussehen.

    Kulturheidelbeeren werden je nach Sorte 1,6-2,0 m hoch und lieben einen sonnigen Platz. Um mehr und schönere Früchte zu ernten, sollte man 2-3 Sorten im Garten pflanzen. Sie sind zu jeder Jahreszeit, mit ihren weißen Blüten, dann dem satten Grün und den blauen Beeren und anschließend mit ihrer roten Herbstfärbung, eine Augenweide.

    Es gibt auch kompakte Züchtungen, die langsam und kugelig wachsen und als Ersatz für den Buchsbaum durchaus geeignet sind.

    Kulturheidelbeeren werden von Krankheiten und Schädlingen weitgehend verschont. Nur die Kirschessigfliege kann ihr ab und an zu schaffen machen. 

    Der einzige heikle Punkt ist der Boden. Die wenigsten wissen, daß die Heidelbeeren zu den Moorbeetgewächsen gehören und somit einen sehr humosen und sauren Boden (PH-Wert 4,5) benötigen. In den meisten Gärten ist der Boden nicht sauer genug.

    Am einfachsten ist es die Kulturheidelbeeren in große Plastiktöpfe mit Bodenlöchern in die Erde zu pflanzen. Da die Heidelbeeren Flachwurzler sind (wurzeln nicht tiefer als 40 cm), sollte man am besten Töpfe oder Kübel nehmen die breiter als hoch sind.

    Als Füllerde verwendet man Moorbeet-, Rhododendron-, Hortensien- oder Heidelbeererde.


  • Heidelbeeren schneiden

    Hallo Gartenfreunde !

    Sobald es ab Februar eine  längere frostfreie Periode gibt, kann man Heidelbeeren schneiden.

    Der Strauch sollte am besten aus ca. 8 Trieben bestehen.

    Die Kulturheidelbeere  fruchtet an den Spitzen der einjährigen Lang- und Seitentriebe.

    Die schwächsten und ein bis zwei vergreiste Bodentriebe sollte man bodennah entfernen.

    Vertrocknete und stark verzweigte Triebe auf jüngere Seitentriebe ableiten (s. Bild).


  • Pfirsichschnitt / ein Sonderfall

    Hallo Gartenfreunde !

    Man sollte Pfirsichbäume regelmäßig schneiden, da sie ihre Früchte nur an den 20 bis 40cm langen, 1-jährigen Trieben ansetzen !

    Leider gibt es falsche und echte Fruchttriebe.

    Wahre Fruchttriebe bestehen aus zwei Fruchtknospen (runde Blütenknospen) außen und einer spitzen Blattknospe dazwischen. Bei diesen Trieben sollten nur die oberen Blattknospen eingekürzt werden. 

    Kurze Buketttriebe dürfen natürlich stehen bleiben, da sie viele fruchtbare Blütenknospen enthalten.

    Falsche Fruchttriebe bestehen nur aus den runden Blütenknospen. Diese Triebe sollte man entfernen oder auf Stummel mit zwei Blattknospen zurückschneiden. Es könnte sich im nächsten Jahr ein wahrer Fruchttrieb daraus bilden .

    Holztriebe sollte man entfernen. Die erkennt man an den spitzen Triebknospen.

    Grundsätzlich ist es besser den Baum als Hohl- oder Tellerkrone aufzubauen.

    Dies gilt auch für die Nektarine.


  • Auberginen

    Hallo Gartenfreunde !

    Auberginen anzubauen ist gar nicht so schwer. Damit es klappt, gibt es 5 Punkte die man beachten sollte.

    1. Je wärmer desto besser Am wohlsten fühlen sich Auberginen bei 25-30°C. Das heißt, Samen Anfang März immer auf der warmen, hellen Fensterbank, unter einer durchsichtigen Haube bei 20-25°C aussäen. Keimung dauert ca. 2-3 Wochen. Jungpflanzen nicht vor Mitte Mai ins Gewächshaus oder in Töpfen auf Südbalkon/-terrasse setzen.
    2. Auberginen sind Starkzehrer Sie brauchen nach dem Jungpflanzenstadium nahrhafte, humose Erde, die im Sommer noch 2x mit Kompost und alle 14 Tage mit Brennnesseljauche gedüngt werden sollte.
    3. Auberginen sind sehr durstig Sie brauchen während des Wachstums viel Wasser; 3-5 Liter täglich. Um Pilzerkrankungen zu vermeiden, nur von unten gießen.
    4. Auberginen brauchen viel Platz Der ideale Abstand zum Nachbarn im Beet oder Gewächshaus wäre 60cm. Töpfe und Kübel sollten mindestens 20 Liter fassen.
    5. Wenn jede Pflanze nur aus 3-4 Haupttrieben mit 2-3 Früchten besteht, reifen die Früchte früher und werden auch größer. Alle anderen Triebe und Blüten (vor allem die Königsblüte an der Spitze des Haupttriebes) sollte man regelmäßig entfernen.

  • Gründüngung

    Gründüngung

    Hallo Gartenfreunde !

    Was passiert jetzt mit der Gründüngung?

    Nachdem die ersten stärkeren Fröste sich über die Gründüngebeete gelegt haben, lassen Tagetes, Gelbsenf, Phazelia und Co. ziemlich schnell die Köpfe hängen. Die Pflanzen haben jetzt ihr Werk getan, d.h. den Boden mit Nährstoffen gebunden und kräftig durchwurzelt.

    Das abgefrorene Grün sollte nicht in den nächsten Wochen eingeharkt werden, denn dann würden die Nährstoffe zu früh freigesetzt und ins Grundwasser ausgewaschen werden.

    Besser ist es erst im zeitigen Frühjahr die Pflanzenreste mit einer Grabgabel in den Boden einzuarbeiten.

    So bekommt das Gemüse einen guten Start in lockeren und nährstoffreichen Böden.


  • Kirschlorbeer ... beliebt / bekämpft

    Hallo Gartenfreunde !

    Die Pflanze, die in aller Munde nur „Kirschlorbeer“ genannt wird, heißt 

    fachtechnisch richtig „Lorbeerkirsche“ (Prunus laurocerasus) und ist mit der 

    Kirsche, nicht mit dem Echten Lorbeer (Laurus nobilis) verwandt; ähnelt diesem 

    aber in Blattform und –farbe.

    Der Name „Kirschlorbeer“ war wohl für den europäischen Markt gängiger 

    (Kirschen sind halt geläufiger als Lorbeer) , und so findet man diese Pflanze seit 

    Jahren im Sortiment jedes Garten- und Baumarktes sowie bei den Discountern im 

    Angebot; mit den vermeintlich unschlagbaren Vorteilen wie: „billig, schnell 

    wachsend, immergrün“.

    Dies ist die eine Seite der Medaille ...

    Die andere Seite:

    Diese Pflanze hat natürliche Vorkommen nur in Kleinasien und gilt bei uns als 

    „invasiver Neophyt“, ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher für unsere 

    heimische Flora (Insekten und Vögel) nur mäßig interessant. Auch für uns 

    Kleingärtner wichtig zu wissen:  Die Blätter haben einen hohen Blausäureanteil 

    (Kompostierung sehr schlecht) und zerkaut man den Kern der runden Beeren, so 

    führt dies (aufgrund der Umwandlung zu Blausäure im Magen) zu erheblichen 

    Beschwerden, die bei größerer Menge auch tödlich enden können.

    Weiteres Problem ist die rasche Verbreitung durch Selbstaussaat oder auch 

    Vögel, die die Beerenkerne ausscheiden und die Unterdrückung einheimischer 

    Pflanzen durch den starken Wuchs.

    Im Kleingarten auch ein Problem wenn man den Kirschorbeer nicht ständig 

    zurückschneidet. Er wächst mächtig in die Breite wie Höhe.

    Die Kleingartenordnung Neuss schränkt die Verwendung von „Kirschlorbeer“ 

    bereits jetzt stark ein. Ein generelles Verbot sollte nicht lange auf sich warten 

    lassen, da bereits in der Schweiz zum 01.09.2024 der Handel mit „Kirschlorbeer“ 

    gesetzlich verboten ist.

    Hinweis:  Seit geraumer Zeit werden „Kirschlorbeerhecken“ bei Pächterwechsel in

    der Wertermittlung mit einem hohen Abzug bewertet, d.h. sind zu entfernen.

    Warum also nicht gleich darauf verzichten und wertigere Pflanzen für 

    Mischhecken, wie Berberitze, Hartriegel, Liguster etc. verwenden ?!